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Rhein-Zeitung (Westerwälder Zeitung) vom 10.12.2009 (RZ-Online)

 

FWG Forum regt Fusion der Verbandsgemeindewerke an

 

Die Verbandsgemeinderatsfraktion FWG Forum Nassauer Land hat zur Sitzung heute Abend (18.30 Uhr, Feuerwehrgerätehaus Nassau) beantragt, dass die Verwaltung Wege eine engere Zusammenarbeit zwischen den Wasser- und Abwasserwerken der Verbandsgemeinden Nassau, Bad Ems und Katzenelnbogen — bis hin zu einer Fusion — prüft. Bürgermeister Udo Rau (CDU) soll beauftragt werden, dieses Projekt im Vorstand des sogenannten ILE-Projektes Lahn-Taunus einzubringen. Dabei handelt es sich um eine seit mehr als drei Jahren bestehende interkommunale Zusammenarbeit der drei Verbandsgemeinden Nassau, Bad Ems und Katzenelnbogen.

Ziel des Antrags von FWG Forum ist es laut Fraktionssprecher Thomas Heymann, der Entgeltentwicklung in den Bereichen Wasser und Abwasser wirksam entgegenzusteuern. Die Sparbemühungen der einzelnen Werke stießen — angesichts sinkender Bevölkerungszahl und des Verbrauchsverhaltens der Bürger — an ihre Grenzen, so dass weitere Gebührenerhöhungen absehbar seien. Bei einer Zusammenlegung von mehreren Werken wären nach Auffassung von FWG Forum etliche Synergieeffekte zu erwarten, insbesondere in der Werkleitung, desweiteren durch effektiveren Personaleinsatz, gemeinsamen Einkauf von Waren und Dienstleistungen, gemeinsame Investitionen, zentrale Lager, Bauhöfe und sonstige Einrichtungen, zentrale Überwachung und vieles mehr.

Gerade die Werke der Verbandsgemeinde Nassau hätten sehr gute Erfahrung gemacht in der gemeinsamen kaufmännischen Werkleitung mit einer anderen Verbandsgemeinde. Heymann: “Alle profitieren, es gibt keine Verlierer.”

Der Prozess des ILE-Regionalmanagements, über dessen Fortsetzung jetzt beschlossen wird, bietet nach Meinung seiner Fraktion eine fast einmalige Möglichkeit, das beantragte Vorhaben anzugehen. Zumal man in den letzten Jahren bei den ILE-Projekten sehr gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit der drei Verbandsgemeinden Bad Ems, Katzenelnbogen und Nassau gemacht habe.

Thomas Heymann: “Wir alle gemeinsam stehen gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern in der Verantwortung, alles zu tun und zu versuchen, um die Entgeltbelastungen in Grenzen zu halten. Es wäre nicht zu verantworten, auf kleinstrukturierte, kostenintensive Organisationen zu Lasten unserer Bürger zu beharren. Schließlich sollten wir auch keine Zeit verschwenden und auf Lösungen „von oben” etwa durch eine Kommunalreform warten. Wir sollten jetzt handeln.